Der Wahlkampf der Nordend-SPD um den Ortsbeirat zu den Kommunalwahlen im März 2021 kann beginnen!
Die Delegierten der drei Nordend Ortsvereine sind am 28.09.2020 im SPD-Parteihaus zusammengekommen, um ihre Liste für den Ortsbeirat zu bestimmen. Nach engagierten Vorstellungs- und Bewerbungsreden bekannter und routinierter Ortsbeirät*innen (s. aktueller Ortsbeirat) sowie frischen Genoss*innen, die künftig den Ortsbeirat bei dessen Arbeit unterstützen möchten, konnte eine schlagkräftige, diverse und moderne Liste gewählt werden. Wichtig war den Ortsvereinen auch, die Liste bis Platz 19 geschlechterquotiert zu besetzen. Es wurde klar welche Potenziale und beruflichen und fachlichen Kompetenzen die Kandidat*innen mitbringen. Der Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat, Rüdiger Koch, und die Stadtverordnete und Vorsitzende des Ortsvereins Nordend 1, Stella Schulz-Nurtsch, luden beide dazu ein, diese Motivation und Aufbruchsstimmung nun gemeinsam in den Wahlkampf zu tragen.
Im Einzelnen wurden für die Liste bestätigt:
1. Dr. Rüdiger Koch (Nordend 1, akt. Ortsbeirat, Fraktionsvorsitzender)
2. Marlies von der Malsburg (Nordend 1, akt. Ortsbeirätin)
3. Tobias Stellmacher (Nordend 2, akt. Ortsbeirat)
4. Stella Schulz-Nurtsch (Nordend 1, akt. Stadtverordnete)
5. Patric Foit (Nordend-Günthersburg)
6. Dr. Alexandra Ortmann (Nordend 2)
Corona hat unseren Alltag in den vergangenen Monaten auf den Kopf gestellt. Unser Mitglied Alexandra Ortmann hat bei unserem Sommer-Stammtisch am 18.08.2020 im Garten der Gaststätte "Zur Schönen Müllerin" in einem wissenschaftlich fundierten Impuls-Referat anschaulich dargelegt, dass die Pandemie bei Frauen und Männern unterschiedliche Auswirkungen hat. Laut einer Studie von Prof. Allmendinger (WZB Berlin) führt die Corona-Krise u.a. gar zu einer Retraditionalisierung der Geschlechterrollen in den Familien, insbesondere in der Kinderbetreuung. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse tauschten sich die Ortsvereinsmitglieder darüber aus, was das für eine sozialdemokratische Politik bedeutet.
Die Kontaktbeschränkungen haben auch die Parteiarbeit auf eine Probe gestellt und viele partizipative Prozesse und die Planung thematischer Veranstaltungen ins Ungewisse verschoben. Nächstes Jahr stehen in Hessen Kommunalwahlen an und die Corona-Krise hat viele sozialpolitische Themen und Probleme in unserer Gesellschaft, wie zum Beispiel die systemrelevante Bedeutung einzelner und oft von Frauen ausgeführter Berufe, noch deutlicher gemacht. Wir haben die Parteiarbeit im Vorstand des Ortsvereins deswegen ins Internet verlegt und gemeinsam erste Schritte im Roten Netz, dem SPD-Intranet, und auf Zoom gemacht. Für unseren Ortsverein brachte die Corona-Zeit also einen digitalen Wandel und damit eine Erneuerung, die wir gerne auch in weiteren digitalen Veranstaltungsformaten und im anstehenden Wahlkampf beibehalten werden.
Momentan sind wir alle aufgerufen, gemeinsam die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und Menschen zu schützen, die besonders gefährdet sind. Wir als SPD im Nordend möchten dazu einen kleinen Beitrag leisten und unsere Mitglieder unterstützen, die zu den Risikogruppen gehören.
Wenn Ihr Unterstützung beim Einkauf braucht, meldet Euch bei nordend-solidaritaet@web.de.
Wir versuchen dann, jemanden zu vermitteln, der für Euch Einkaufen oder zur Apotheke geht. Wer uns als Freiwillige*r dabei unterstützen will, kann sich ebenfalls bei nordend-solidaritaet@web.de melden.
Unser Arbeitsprogramm für 2020/2021 und die Kommunalwahl im März 2021.
Zur Beschlussfassung.
Eine Übersicht der SPD-Ortsvereine im Nordend und deren Einzugsgebiete findest du hier.
Das Koordinierungsbüro Bahnhofsviertel: Vortrag in unserer mitgliederoffenen Vorstandssitzung
Die Lage im Frankfurter Bahnhofsviertel geht auch uns im Nordend etwas an. In unserer mitgliederoffenen Vorstandssitzung am 19.08.2025 nahmen wir die monatelange polit
ische Debatte rund um das nun beschlossene neue Suchthilfezentrum in der Niddastrasse 76 zum Anlass, uns konkreter über die kürzlichen Entwicklungen im Bahnhofsviertel und insbesondere über die Arbeit des Koordinierungsbüros zu informieren.
Unser Mitglied Dirk Herwig stellte uns die vielfältigen Aufgabenbereiche vor. Dabei betonte er, dass das Büro Anlauf- und Vernetzungsstelle für einerseits alle Bürger:innen mit Fragen und Anregungen, andererseits für die Politik sowie für Initiativen und Organisationen ist, die im Bahnhofsviertel wirken. Als Teil der langfristigen Strategie für eine Verbesserung der Versorgung von Suchtkranken und eine Unterstützung der Sicherheit und Aufenthaltsqualität ist das Koordinierungsbüro eine zentrale Anlaufstelle für gesundheitspolitische, sozialpolitische und sicherheitspolitische Herausforderungen und wirkt über seinen dezernatsübergreifenden Auftrag umfassend.
Beispielsweise verbesserte sich durch die Informations- und Koordinierungsarbeit des Büros die Ausgabe von kostenlosen Essensangeboten von Hilfsorgsnisationen und trug dadurch dazu bei, dass sich auch die Verschmutzung der Straßen reduzierte. Die anwesenden Genoss:innen zeigten großes Interesse am Konzept des neuen Suchthilfezentrums und seinen Leistungsangeboten. Von Konsumräumen, Aufenthaltsmöglichkeitrn bis hin zu psychosozialer Beratung ist damit angedacht, den veränderten Bedarfen insbesondere von Crack-Abhängigen besser gerecht zu werden. Die räumliche Nähe dieser Versorgungsangebote ist deutschlandweit erstmalig und zeigt, dass Frankfurt neue Wege ausprobiert, um suchtkranke Menschen zu unterstützen.
Im November haben wir aus dem Kreis unserer Mitglieder im Ortsverein Nordend II / Günthersburg diejenigen geehrt, deren Mitgliedschaft ein Jubiläum darstellt und die seit 10 Jahren, 40 Jahren oder sogar 50 Jahren SPD-Genossinnen und -Genossen sind. Wir haben in Erinnerungen geschwelt, uns gemeinsam daran erinnert, wie das politische Klima zum damaligen SPD-Beitritt aussah, welche Gründe für einen Beitritt ausschlaggebend waren, und was über Zweifel hinweggeholfen hat, um weiterhin dabeizubleiben. Besonderen Dank haben wir Gudrun Korte ausgedrückt. Sie ist nicht nur seit 40 Jahren aktives Parteimitglied, sondern wurde für ihr 20-jähriges Ehrenamt im Ortsbeirat geehrt.