SPD Nordend II - Günthersburg

SPD Nordend II - Günthersburg

Nachrichten zum Thema Allgemein

Einladung zur Erkundungstour am 10.01.: Spielplätze im Nordend

Stadtteilerkundung um 11 Uhr - Treffpunkt am Nordendspielplatz Ecke Lenaustraße

Was wir im Stadtteil Nordend immer häufiger zu spüren bekommen, sind Raumkonflikte. Als dicht besiedeltes Gebiet sind freie Flächen zum Spielen und Aufhalten jedoch umso wichtiger, um Kindern und Jugendlichen Räume für deren Austausch und Entwicklung anzubieten. „Kinder werden politisch wie gesellschaftlich vernachlässigt“, stellen Aladin Al-Mafaalani in seinem kürzlich erschienenen Buch „Kinder – Minderheiten ohne Schutz“ zusammen mit seinen Co-Autoren Sebastian Kurtenbach und Klaus Peter Strohmeier beschreibt. In Frankfurt sieht sich das Kinderbüro zwar als „Lobby“ für deren Interessen und setzt sich für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention ein. Im Jungen Museum Frankfurt bietet es zur Zeit eine interaktive Ausstellung an, sich mit Kinderrechten auseinander zu setzen. Auch wir möchten diese Perspektive aufgreifen.

Der SPD-Ortsverein Nordend II/-Günthersburg lädt alle Interessierten deshalb ein, bei einer Erkundungstour von Spielplätzen dabei zu sein. Stark nachgefragte Spielplätze verdeutlichen, an welchen Orten im Nordend Stadtplanung, Architektur und Raum gut ineinandergreifen. Gemeinsam möchten wir uns Spielplätze als Beispiele anschauen und diskutieren, welche Spielplätze die Anforderungen an Spaß, Abwechslung, Sicherheit und auch Schutz vor klimarelevanten Belastungen erfüllen und wo es Nachbesserungsbedarf gibt.

 
Wir machen Nordend: Unsere Wahlkampfthemen im Überblick

1. Mobilität – sicher und vielfältig

Räumliche Enge auf den Straßen und im Verkehrsfluss fordert unsere Geduld und Sicherheit heraus. Ob zu Fuß, mit dem (Lasten-)Fahrrad, Rollstuhl, ÖPNV oder Auto: Wir gestalten Verkehrspolitik so, dass alle ihren sicheren Raum finden. Öffentliche Wege für Fußgänger müssen barrierefrei und gut beleuchtet sein, ausreichend Platz für Kinderwägen und Gehilfen bieten und mehr Sitzmöglichkeiten bereitstellen. Wir fordern mehr Ladestationen für E-Autos und mehr Parkplätze für Car Sharing Anbieter.

 

2. Neue Impulse für die Wohnungspolitik

Die Mieten im Nordend steigen. Wohnen im Nordend wird zur Einkommensfrage. Mit innovativen Ideen stellen wir uns dagegen: Wir fordern mehr Wohnraum für Studierende und Auszubildende. Wir begrüßen gemeinschaftliches oder generationenübergreifendes Wohnen. Wir setzen uns für das Modell „Wohnen für Hilfe“ ein. Wir wollen mehr Möglichkeiten schaffen, Wohnungen zu tauschen. Wir sagen spekulativem Leerstand den Kampf an und wollen die Milieuschutzsatzung ausdehnen.

 

3. Für gute & abwechslungsreiche Aufenthaltsqualität

Wir haben eine Vision für ein gutes Leben im Nordend: Ein gutes Leben auf öffentlichen Plätzen. Für jedes Alter. Dafür braucht es mehr Aufenthaltsräume für Jugendliche, Spielplätze müssen gut erhalten und kaputte Spielgeräte ersetzt werden. Wir brauchen mehr Hitzeschutz, Begrünung sowie Trinkwasserstellen. Wir wollen Sicherheitskonzepte für Parks verbessern, Barrierefreiheit konsequent umsetzen. Für alle, die sich gern im Nordend aufhalten, möchten wir konsumfreie öffentliche Orte erhalten und fördern. Dazu gehören auch drei zusätzliche, ganzjährig geöffnete öffentliche Toiletten im Stadtteil.

 

4. Haltung zeigen

Das Nordend ist vielfältig. Arm und reich, jung und alt, unterschiedliche Herkünfte und verschiedene Lebensträume. Diese Mischung macht den Stadtteil lebenswert. Dafür treten wir ein. Klare Haltung hat bei uns Tradition: Seit mehr als 160 Jahren treten wir für Freiheit, Gleichheit und Solidarität ein. Seit mehr als 160 Jahren stellen wir uns rechtsextremistischen und antidemokratischen Kräften entschlossen entgegen. Überall. Nie wieder ist jetzt, auch bei dieser Wahl. Auch im Nordend.

 
Jubilare am 18.11.2025 geehrt

Im November haben wir aus dem Kreis unserer Mitglieder im Ortsverein Nordend II / Günthersburg diejenigen geehrt, deren Mitgliedschaft ein Jubiläum darstellt und die seit 10 Jahren, 40 Jahren oder sogar 50 Jahren SPD-Genossinnen und -Genossen sind. Wir haben in Erinnerungen geschwelgt, uns gemeinsam daran erinnert, wie das politische Klima zum damaligen SPD-Beitritt aussah, welche Gründe für einen Beitritt ausschlaggebend waren, und was über Zweifel hinweggeholfen hat, um weiterhin dabeizubleiben. Besonderen Dank haben wir Gudrun Korte ausgedrückt. Sie ist nicht nur seit 40 Jahren aktives Parteimitglied, sondern wurde für ihr 20-jähriges Ehrenamt im Ortsbeirat geehrt.

 
Präsidentschaftswahl in Polen: Nationalkonservativer Nawrocki gewinnt knapp

Der Gegenschlag

Der Rechtsnationalist Nawrocki gewinnt die Präsidentenwahl in Polen. Nun drohen Reformstillstand, Polarisierung und neue Spannungen mit Deutschland.

Mit denkbar knappem Vorsprung von 50,89 zu 49,11 Prozent hat der nationalkonservative Kandidat Karol Nawrocki die Stichwahl der polnischen Präsidentschaftswahl am 1. Juni 2025 gewonnen. Damit verfestigt sich in Polen eine Kohabitation zwischen Donald Tusks Regierungslager und dem von der Partei für Recht und Gerechtigkeit (PiS) unterstützten Präsidenten. Wichtige Reformvorhaben zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit der Justiz und gesellschaftlichen Liberalisierung bleiben blockiert. Polen droht als einigende Führungsmacht in Europa auszufallen, das belastet auch das deutsch-polnische Verhältnis.

 
Bürgerbeteiligung am Nordendfest – Ihre Meinung zählt!

Seit mehreren Jahren ist unsere AnsprechBar ein fester Bestandteil des Nordendfests. Hier bieten wir Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ihre Anliegen, Ideen und Themen direkt mitzuteilen – unkompliziert und offen. Was bewegt Sie im Stadtteil? Was wünschen Sie sich für das Zusammenleben im Nordend?

An der AnsprechBar können Sie Ihre Gedanken aufschreiben und damit aktiv an der Entwicklung unseres Bezirks mitwirken. Für uns ist das eine wertvolle Orientierungshilfe: Die gesammelten Beiträge helfen uns dabei, Themen zu erkennen, Schwerpunkte zu setzen und unsere Arbeit an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten, die hier leben. 

Hier finden Sie eine Auswertung der Ansprechbar aus 2024.




Wie gehen Verantwortliche der SPD in Frankfurt - im Stadtparlament und im Ortsberat 3 – mit den Ergebnissen dieser Befragung um? 

Positionen und Schlussfolgerungen von Stella Schulz-Nurtsch (Stadtverordnete), Rüdiger Koch, Marlies von der Malsburg und Tobias Stellmacher (SPD-Fraktion im Ortsbeirat 3), die in politischer Gestaltungsverantwortung stehen, werden hier zusammengefasst vorgestellt. 

„Was fehlt im Nordend und sollte ausgebaut werden?“

  • Erzieherinnen und Erzieher 

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Es fehlen nicht nur Erzieherinnen und Erzieher, sondern auch geeignete Räume im Stadtteil. 
  • Das Betreuungsthema ist sehr wichtig. Die Stadt Frankfurt sollte mehr für eine gute Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern tun, die frei von Studiengebühren sein sollte. 
  • Es ist schwierig, Erzieherinnen und Erzieher aus den umliegenden Gemeinden für Frankfurt zu gewinnen. Mieten und Lebenshaltungskosten sind für manche einfach zu hoch. Zulagen für Frankfurt erweisen sich als problematisch, da sie einen Wettbewerb der Kommunen nach sich ziehen.
  • Die von der Stadt versprochene höhere Bezahlung der Tagesmütter sollte endlich realisiert werden.

  • mehr Kindergartenplätze

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Das Nordend ist einer der kinderreichsten Stadtteile in Frankfurt. Wir sehen großen Handlungsbedarf, die Kapazitäten an Kindergartenplätzen hier auszubauen.
  • Hier ist insbesondere auch das Bildungsdezernat gefordert. Wir fordern einen realistischen Entwicklungsplan für das Nordend.
  • Mit dieser Forderung treten wir an die Stadtverordneten und an das zuständige Dezernat heran und nutzen unsere Kontakte.

  • Hortplätze

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Ähnlich wie bei den Kindergartenplätzen mangelt es an einer ausreichenden Zahl an Hortplätzen. Manche Schulen arbeiten gut mit Hortanbietern zusammen. Die Situation scheint durchwachsen zu sein.
  • Ab 2026 wird die Ganztagsbetreuung mit dem Eintritt der 1. Klasse zur Pflicht. Daher werden die Kapazitäten für die Ganztagsbetreuung schrittweise ausgebaut. Dies erfordert, dass die Situation im ganzen Stadtteil verbessert werden muss, damit überhaupt die Voraussetzungen dafür geschaffen sind. Wir brauchen einen aktuellen Gesamtüberblick, der mögliche Lücken deutlich macht. 

  • Jugendtreffs

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Das Jugendhaus Heideplatz ist das einzige städtische Jugendhaus im Nordend. Die Nutzung des Spielplatzes ggf. auch des Hauses wird vorübergehend eingeschränkt, weil das benachbarte Schalthaus saniert werden muss und dessen Standort verlagert wird. Ein konkreter Ersatz während der Einschränkungen ist für uns nicht erkennbar.
  • Daneben gibt es einen freien Träger, den Teenietreff der Stadtteilwerkstatt e. V.  in der Eckenheimer Landstraße.
  • Insgesamt gibt es aus unserer Sicht zu wenige Möglichkeiten der offenen Jugendarbeit im Stadtteil. Wir sehen hier deutlichen Verbesserungsbedarf, der u. a. auch im Ortsbeirat durch Anträge der SPD thematisiert wurde.


  • Fertigstellung der Brunnenbaustelle im Günthersburgpark

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Dass der Brunnen nicht zur warmen Jahreszeit und leider auch nicht zu den Sommerferien fertiggestellt werden konnte, ist bedauerlich. Wir verstehen den Ärger der Anwohner*innen und insbesondere der Familien mit Kindern.
  • Der Termin wurde mehrfach verschoben. Als Erklärung wurden insbesondere Schwierigkeiten mit der Technik und mit fehlenden Ersatzteilen genannt. Dies kann durchaus sein. Gleichwohl entstand der Eindruck, dass hier auch Planung und Koordination nicht hinreichend waren. 
  • Für uns bleibt unklar, welches Amt für die Verzögerung verantwortlich ist. Die Kommunikation sowohl gegenüber dem Ortsbeirat als auch der Öffentlichkeit war verbesserungsbedürftig.

  • Kulturtreffpunkte für alle (Kleinkunst)

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Es gibt im Nordend einige stadtteilbezogene wichtige kulturelle Events im Laufe des Jahres. Bekannt sind das Bergerstraßenfest der Interessengemeinschaft Untere Bergerstraße, das Sommerfest im Juli und der Weihnachtsbasar am 2. Advent des Vereinsrings Nordend jeweils auf dem Glauburgplatz, das Nordendfest der SPD auf dem Friedberger Platz sowie das Rotlintstraßenfest der Grünen,.

Es gibt vielfältige kulturelle Angebote im Nordend und in der näheren Umgebung, so z. B. das Stalburg Theater, mit Stoffel („Stalburg Theater Offen Luft“) im Sommer im Günthersburgpark, das Kino „Mal Seh´n“, die Denkbar, den Mousonturm, das Theater Willi Praml und das Kabarett die KÄS auf dem Naxos-Gelände, das Kulturhaus Katakombe – Ecke Pfingstweidstraße, gegenüber dem Sandweg - sowie den Jugendladen Bornheim. Das kulturelle Angebot im Nordend ist vielfältig.

  • Gleichwohl fehlen freie und kostengünstige niedrigschwellige Möglichkeiten, sich im Stadtteil kulturell und künstlerisch zu betätigen. Wir schlagen Besichtigungen mit Verantwortlichen des Kulturdezernates in anderen Stadtteilen vor, um Impulse für das Nordend zu gewinnen. Angedacht sind z. B. eine Besichtigung des Vereins Alte Seilerei - mit einem Gespräch mit den Verantwortlichen -  und des Jugendladens Bornheim. Diese Erkundungen könnten über die SPD-Ortsvereine im Nordend organisiert werden.


 


  • Mehr Fahrradstellplätze

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Der Ausbau von Fahrradstellplätzen und Fahrradbügeln ist ein Dauerthema im Ortsbeirat. Die Situation wurde im Laufe der letzten Jahre deutlich verbessert. Trotzdem gibt es an einigen Stellen noch Handlungsbedarf und Engpässe.
  • Impulse kommen häufig auch direkt von den Anwohner*innen. Sie werden im Ortsbeirat immer wieder aufgegriffen. 
  • Die Schwachstellen an einigen Straßen und Plätzen sollten genauer ermittelt werden. Dann können gezielt Anträge der SPD-Fraktion in den OBR eingebracht werden.

  • Fahrradweg Friedberger Platz / Friedberger Landstraße

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Seit der Umgestaltung der Friedberger Landstraße vor einigen Jahren ist der Engpass oberhalb des Friedberger Platzes ein Dauerthema.
  • Nun gab es einen Prüfauftrag, da die vorhandene Ausweichmöglichkeit über die Rotlintstraße wenig genutzt wird.
  • Wir warten die konkreten Planungen zur weiteren Umgestaltung und Änderung der Verkehrsführung auf der Friedberger Landstraße ab. Im Endeffekt muss es allen Verkehrsteilnehmer*innen (PKW, Straßenbahn, Bus, Fahrrad, Fußgänger*innen) ermöglicht werden, gut und sicher den an dieser Stelle besonders begrenzten Straßenraum zu teilen.

  • Mehr Fahrradstraßen

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Nach der schwierigen und durchaus auch konfliktträchtigen Umgestaltung des Oederweges ist zukünftig die Nordendstraße als eine weitere Fahrradstraße geplant.
  • Darüber hinaus gibt es immer wieder Diskussionen zur Umgestaltung der Bergerstraße und des Sandweges, um diese fahrradfreundlicher gestalten. Explizit als Fahrradstraßen werden diese aber nicht umgestaltet. Dafür braucht es ein Gesamtkonzept. 
  • Für die Bergerstraße wurde schon vor einigen Jahren ein Antrag der SPD-Fraktion im Ortsbeirat beschlossen, Querparken durch Längsparken zu ersetzen und damit mehr Raum für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen, aber auch für die Außengastronomie zu schaffen. Es wird beim zuständigen Amt regelmäßig nachgefragt, wie der Bearbeitungsstand zu diesem Antrag ist. Im Sinne dieses Antrages wurden bereits einige Gastronomiebereiche auf die Straße verlegt.
  • In der Glauburgstraße ist inzwischen der 1. Schritt der Umwandlung von Querparken zu Längsparken erfolgt. Dies schafft mehr Raum und Sicherheit für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen.
  • Wir fordern die Stadt dazu auf, bei diesen Umgestaltungen sowohl Bürger*innen als auch Geschäftsleute frühzeitig und aktiv zu beteiligen. Nur so kann dauerhaft Akzeptanz gesichert werden.

  • Teil der Bergerstraße als Fußgängerzone

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Eine Umgestaltung der Bergerstraße in eine reine Fußgängerzone wird von der SPD nicht befürwortet. Dies wäre keine tragfähige Lösung für Anwohner*innen und für die Geschäfte.
  • Ein Antrag der SPD-Fraktion im Ortsbeirat „Längsparken statt Querparken“ wurde angenommen und liegt zur Bearbeitung bei der Stadt (siehe oben)
  • Eine Fußgängerzone Bergerstraße ist aus unserer Sicht unrealistisch, doch sollte deutlich mehr für die Barrierefreiheit auf der Bergerstraße – aber auch auf anderen Straßen im Nordend – getan werden. 
  • Wir wollen in Kooperation mit Vertreter*innen von Behindertenorganisationen (z. B. der Stiftung für Blinde und Sehbehinderte) und mit Teilnehmer*innen mit Rollatoren bzw. Rollstühlen und Kinderwagen einen Erkundungsspaziergang an kritischen Straßenabschnitten organisieren. Die Ergebnisse sollen dann in den Ortsbeirat eingebracht und an verantwortliche Stellen zur Umgestaltung weitergegeben werden. Wir wollen es nicht hinnehmen, dass sich mobilitätseingeschränkte Menschen oder Familien mit Kinderwagen nicht frei und ungehindert auf sicheren Wegen im Stadtteil bewegen können. Dies erfordert in Einzelfällen ggf. auch wieder eine Einschränkung der Außengastronomie und den Wegfall von Parkplätzen.

  • Entsiegelung von Plätzen und Begrünung

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Entsiegelung ist ein wichtiges Thema im Stadtteil. Das Nordend ist durchaus ein recht grüner Stadtteil mit Parks und Anlagen, die zum Verweilen einladen und damit zur Abkühlung des dicht bebauten Viertels beitragen.
  • Schauen wir auf die Plätze im Nordend, dann sehen wir gut gestaltete Plätze mit Bäumen und Grünflächen. Es gibt aber offensichtlich auch einige Plätze, wo eine Entsiegelung nötig wäre und eine stärkere Begrünung geboten ist. Dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass Frankfurt insgesamt beim Thema Entsiegelung im Städtevergleich nicht gut abschneidet.
  • Wir schlagen vor, dass wir auch zu diesem Thema einen Erkundungsspaziergang organisieren, möglichst mit Unterstützung und unter Beteiligung von Verantwortlichen aus der Stadtverwaltung.
  • Es sollte darum gehen, einerseits vorbildliche Plätze zu erkunden, und andererseits solche Plätze anzuschauen, bei denen es deutlichen Sanierungs- bzw. Verbesserungsbedarf gibt. 
  • Ein aktuelles Vorhaben der Begrünung ist das „Mikrokosmos-Projekt“ am Merianplatz, für das die Planungen laufen.
  • Wir wollen dies verbinden mit einem Blick auf Spielplätze im Stadtteil, auf deren Zustand und Sanierungsbedarf. Eine Liste der Plätze liegt vor. Unter Beteiligung interessierter Bürger*innen und Mitgliedern der SPD kann eine informative Erkundungstour zusammengestellt werden.
  • Der Blick auf die Plätze sollte auch unter dem Gesichtspunkt öffentlicher Bewegungs- und Begegnungsräume für Kinder, für Jugendliche und auch für Ältere erfolgen.

  • Ladeinfrastruktur E-Autos

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Der nicht abgedeckte Bedarf ist für uns schwer abschätzbar. Die Stadt hat den Ausbau der Ladeinfrastruktur an ein externes Unternehmen vergeben. Deren Ausbaupläne sind uns nicht bekannt.
  • SPD setzt sich für einen schrittweisen Ausbau der Ladeinfrastruktur ein. 
  • Es wird angestrebt, weniger Autos im Stadtteil zu haben, doch keine Autos im Nordend ist unrealistisch und wird so auch nicht gewollt.

  • Tempolimit / Zone 30

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Auf allen Nebenstraßen im Nordend gilt schon Tempo 30. 
  • In der Diskussion ist Tempo 40 auf dem Alleenring und auf Ausfallstraßen, wie auf der Friedberger Landstraße und der Eschersheimer Landstraße. Ein Tempolimit dient einerseits der Verkehrssicherheit, andererseits auch dem Lärmschutz und der Umwelt.
  • Gleichwohl ist ein guter Verkehrsfluss wichtig. Optionen sollen gut abgewogen werden. Auch hier ist Bürgerbeteiligung gefordert.

  • Ost-West-Verbindung ÖPNV

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Es gibt im Nordend die Buslinien M 32 und M 36 als Querverbindungen. Damit werden schon wesentliche Punkte der Ost-West-Verbindung abgedeckt. 
  • Die Frequenz dieser Buslinien sollte insbesondere in den Randzeiten erhöht werden, um diese Buslinien noch attraktiver zu machen. 
  • Weiterhin gibt es die Konzeptidee einer Ringstraßenbahn, deren möglicher Verlauf in der Öffentlichkeit noch wenig bzw. nicht in allen Details bekannt ist. Die Betreibergesellschaft und das Verkehrsdezernat sollten hier mehr Transparenz herstellen. 

  • Bezahlbarer Wohnraum

Positionen und Schlussfolgerungen

  • Ein wichtiger Ansatzpunkt im Nordend, aber auch in Frankfurt insgesamt, ist die Verringerung der Leerstände. Wohnraumzweckentfremdung muss stärker sanktioniert werden.  Hier ist die Landesregierung (wieder) gefordert, die gesetzliche Voraussetzung zu schaffen, damit die Stadt tätig werden kann. 
  • Kaweh Mansoori hat als verantwortlicher Minister einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der sich gegen spekulativen Leerstand wendet. Damit soll den Kommunen die Möglichkeit gegeben werden, durch eigenes Satzungsrecht das Problem Leerstand anzugehen. Derzeit (Anfang/Mitte März) befindet sich das Gesetz in der Verbändeabstimmung, soll aber in diesem Jahr noch in Kraft treten.
  • Weiterhin ist der Milieuschutz ein wichtiger Hebel, Mietsteigerungen, verbunden mit der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, zu begrenzen. Die bisherigen Milieuschutzsatzungen decken große Teile im Nordend schon ab. Sie sind jedoch noch lückenhaft. In einem nächsten Schritt sollte geklärt werden, in welchen Gebieten es weitere schützenswerte Milieus im Nordend gibt. 
  • Auch sollte darüber hinaus Transparenz hergestellt werden, was sich juristisch geändert hat. Hier kann die SPD-Fraktion im Ortsbeirat aktiv werden. Erste Schritte zur Klärung wurden getan.
  • Ein weiterer wichtiger Baustein, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist der Baulandbeschluss in Frankfurt. Er wird jedoch nur in größeren Neubauvorhaben wirksam.
  • Die Möglichkeiten der Nachverdichtung im Nordend sind aus unserer Sicht begrenzt. Freie Flächen oder von Gewerbe umwandelbare Flächen sind begrenzt, so dass im Nordend eine Entspannung des Wohnungsmarktes über umfangreiche Neubauvorhaben nicht realisiert werden kann. 
  • Der Mietspiegel sollte offensiv genutzt und in Zukunft so gestaltet werden, dass Mietsteigerungen bei Bestandsmieten und vor allem auch bei Neuvermietungen begrenzt werden. Sonst ist eine weitere Verdrängung zugunsten von einkommensstarken Mietinteressent*innen zu erwarten.
  • Die Sozialbindung sollte in einigen Gebieten, mit finanzieller Unterstützung der Stadt, ggf. verlängert werden. Die SPD-Fraktion sollte im Ortsbeirat zum Stand und für die geplanten Maßnahmen im Nordend nachfragen.
  • Wir wollen eine gute soziale Durchmischung im Stadtteil erhalten und dazu unseren begrenzten politischen Beitrag leisten. Bezahlbaren Wohnraum zu erhalten, ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben für das Nordend, aber auch für Frankfurt.

Kurzes Fazit

Wir haben Bürgerinnen und Bürgern zugehört, schriftliche Beiträge gesammelt, diese strukturiert und Schlussfolgerungen formuliert. Wir bedanken uns bei den beteiligten Besucherinnen und Besuchern des Nordendfestes für ihre Anregungen und Impulse sowohl für eine gute Weiterentwicklung im Nordend als auch für die politische Arbeit der SPD.

Wir geben nun diese Ergebnisse der Befragung mit den hier formulierten Positionen und Schlussfolgerungen weiter an Entscheidungsträger der SPD, an die Ortsvorstände der SPD im Nordend, an unsere Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner im Ostend und in Bornheim sowie an Verantwortliche in der Stadtverwaltung. 

Zum Nordendfest 2025 legen wir wieder einen Flyer vor zu „Bilanz und Ausblick“. Dort informieren wir auch die Öffentlichkeit über die Ergebnisse aus 2024. 

 

Über die politische Arbeit der SPD im Nordend:

Unser Arbeitsprogramm für 2020/2021 und die Kommunalwahl im März 2021.

Frankfurter Koalitionsvertrag:

Zur Beschlussfassung.

Die SPD-Ortsvereine im Nordend

Eine Übersicht der SPD-Ortsvereine im Nordend und deren Einzugsgebiete findest du hier

Das Koordinierungsbüro Bahnhofsviertel

Das Koordinierungsbüro Bahnhofsviertel: Vortrag in unserer mitgliederoffenen Vorstandssitzung 

Die Lage im Frankfurter Bahnhofsviertel geht auch uns im Nordend etwas an. In unserer mitgliederoffenen Vorstandssitzung am 19.08.2025 nahmen wir die monatelange polit

ische Debatte rund um das nun beschlossene neue Suchthilfezentrum in der Niddastrasse 76 zum Anlass, uns konkreter über die kürzlichen Entwicklungen im Bahnhofsviertel und insbesondere über die Arbeit des Koordinierungsbüros zu informieren.

Unser Mitglied Dirk Herwig stellte uns die vielfältigen Aufgabenbereiche vor. Dabei betonte er, dass das Büro Anlauf- und Vernetzungsstelle für einerseits alle Bürger:innen mit Fragen und Anregungen, andererseits für die Politik sowie für Initiativen und Organisationen ist, die im Bahnhofsviertel wirken. Als Teil der langfristigen Strategie für eine Verbesserung der Versorgung von Suchtkranken und eine Unterstützung der Sicherheit und Aufenthaltsqualität ist das Koordinierungsbüro eine zentrale Anlaufstelle für gesundheitspolitische, sozialpolitische und sicherheitspolitische Herausforderungen und wirkt über seinen dezernatsübergreifenden Auftrag umfassend.

Beispielsweise verbesserte sich durch die Informations- und Koordinierungsarbeit des Büros die Ausgabe von kostenlosen Essensangeboten von Hilfsorgsnisationen und trug dadurch dazu bei, dass sich auch die Verschmutzung der Straßen reduzierte. Die anwesenden Genoss:innen zeigten großes Interesse am Konzept des neuen Suchthilfezentrums und seinen Leistungsangeboten. Von Konsumräumen, Aufenthaltsmöglichkeitrn bis hin zu psychosozialer Beratung ist damit angedacht, den veränderten Bedarfen insbesondere von Crack-Abhängigen besser gerecht zu werden. Die räumliche Nähe dieser Versorgungsangebote ist deutschlandweit erstmalig und zeigt, dass Frankfurt neue Wege ausprobiert, um suchtkranke Menschen zu unterstützen.

 

Jubilare am 18.11.2025 geehrt

Im November haben wir aus dem Kreis unserer Mitglieder im Ortsverein Nordend II / Günthersburg diejenigen geehrt, deren Mitgliedschaft ein Jubiläum darstellt und die seit 10 Jahren, 40 Jahren oder sogar 50 Jahren SPD-Genossinnen und -Genossen sind. Wir haben in Erinnerungen geschwelt, uns gemeinsam daran erinnert, wie das politische Klima zum damaligen SPD-Beitritt aussah, welche Gründe für einen Beitritt ausschlaggebend waren, und was über Zweifel hinweggeholfen hat, um weiterhin dabeizubleiben. Besonderen Dank haben wir Gudrun Korte ausgedrückt. Sie ist nicht nur seit 40 Jahren aktives Parteimitglied, sondern wurde für ihr 20-jähriges Ehrenamt im Ortsbeirat geehrt.